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Written by Rohrer Madeleine
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Monday, 29 December 2008 15:43 |
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Kanustadt Meran. Meran ist in der Kanuwelt weit mehr als eine kleine Kurstadt am Südbalkon der Alpen. Die Passerstadt zählt zu den wichtigsten nationalen und renommiertesten internationalen Austragungsorten. Der naturnah verbaute Wildbach und der Parcours inmitten der Stadt machen den Charme der Wettkampfstätte aus. Im Gegensatz zu den zahlreichen, vor allem seit den 1990er Jahren nach dem Vorbild des Augsburger Eiskanals entstandenen künstlichen Kanälen, lässt sich der Wasserstand der Passer nicht regulieren. Für Athleten und Organisation ist die Unberechenbarkeit des Wassers eine große Herausforderung. Trotzdem war Meran immer wieder Austragungsort wichtiger Wettkämpfe. 2001 und 2004 finden beispielsweise Weltcuprennen statt. Bereits seit den 1950er Jahren fahren Kanuten aus aller Welt auf der Passer um Punkte und Tore. 1952, 1971 und 1983 sogar um den Titel des Weltmeisters. Der frühere Sektionsleiter, Georg Hager, und der heutige Sportclub Vizepräsident, Walter Weger, holten sich bei der letzten Kanu-WM auf der Passer in der Kategorie C2 die Bronze-Medaille. Meraner Kanuten. Zählt man allein alle Teilnahmen seit den Anfängen in den 1950er Jahren zusammen, starteten die Meraner über 50 Mal an Weltmeisterschaften. Die Stockerl-Plätze bei den Italienmeisterschaften lassen sich gar nicht mehr so einfach zählen. Die heutige Generation der Meraner Kanuten konzentriert sich auf die Regatta und auf den Slalom. Abfahrt und Sprint wird auf der Etsch zwischen Marling und Sigmundskron, bei Schnee und Sonnenschein, trainiert. Christian Herz nimmt 2002 und 2003 jeweils an der Junioren-Weltmeisterschaft teil und wird bei der Europameisterschaft 2003 im Mannschaftsbewerb Vierter. Als Slalomfahrer hat hingegen Lukas Mayr den Sprung in die italienische Nationalmannschaft geschafft. An der Junioren EM und WM nimmt er 2006 teil, an der Vor-Weltmeisterschaft 2007. 2008 und 2009 startet der Meraner bei den Europameisterschaften der unter 23-jährigen Slalomfahrer. Traditionsreicher Sport, neue Infrastruktur. Die Sektion Kanu wird zu Beginn der 1950er Jahre gegründet und ist heute eine der aktivsten im Sportclub Meran. Die zweite Generation der 1970er Jahre schließt an die großen Leistungen ihrer Vorgänger an. Sie bezieht das erste Bootshaus und übt sich im neuen Trainingskanal unter der Marlinger Brücke an der Passermündung. Das neue Bootshaus wird rund 30 Jahre später von den Kanuten um den Sektionsleiter Thomas Waldner, eingeweiht. Seit 2009 ist Meran dank der sehr guten Trainingsmöglichkeiten und Infrastruktur “Centro di Riferimento Nord”, d. h. die Azzurri kommen mehrmals im Jahr zum intensiven Training in die Passerstadt.
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